Lehre


Aktuelle Lehrveranstaltungen

Archiv gehaltener Lehrveranstaltungen

Downloads: Anleitungen für kulturwissenschaftliches Arbeiten



Gesellschaftsgeschichte des Antisemitismus. Sozialer Aufstieg, Neid und Judenhass in Deutschland 1800 bis 1914
Gastvorlesung von Dr. Götz Aly im SoSe2011

Hörsaal: 2002, Hauptgebäude Termin: Dienstag, 18-20 Uhr



Öffentliche Ringvorlesung des Graduiertenkollegs
"Geschlecht in Wissenskulturen"
Naturalisierung, Standartisierung, Technisierung
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Die Schönheit der Quilombos
Studentin Jenny Duwe arbeitet die afrikanischen EinflĂĽsse in Brasilien fotografisch auf
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Lehrveranstaltungen im WiSe 2010/11


Prof. Dr. Claudia Bruns nimmt im WiSe 10/11 eine Gastprofessur am Historisch-Kulturwissenschaftlichen Forschungszentrum der Universität Trier wahr;


sie wird vertreten durch Dr. Julia Köhne
Sprechzeiten: Montags von 14:00–15:30 Uhr (um Anmeldung per Email wird gebeten)
Email / Homepage / Vita

Sprechstunden von Prof. Bruns im WiSe am 1. Dez. 2010, 12–14 Uhr u. n. Vereinbarung; Anmeldung per Email erbeten.


Lehrveranstaltungen von Dr. Julia Köhne im WiSe 2010/11

Geniegeschichte(n) in transdisziplinären Perspektiven. Theorien und Visualisierungen wahnsinnig-genialer Figuren ab 1900

Das Erzählen von Geschichte, menschlichem Fortschritt und irdischer Schöpfungskraft rankt sich in zahlreichen Fällen um zentral gesetzte männliche Singulärgestalten – sogenannte Genies. Auch das geisteswissenschaftliche Wissen um 1900 bediente sich "Genies" als Repräsentations- und Legitimationsfiguren, um bestimmte Inhalte zu protegieren und transportieren. Die dabei ‚erfundenen’ Zuschreibungen an Genies – wie Männlichkeit und Originalität, Europäizität/Westlichkeit und Weißsein, Phantasiebegabtheit und Spiritualität, aber auch Einsamkeit/Melancholie, Weltfremdheit, materielle Askese sowie ein Hang zur Psychopathie und zum Pathologischen – wurden im Verlauf des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts in filmische Ästhetiken und Narrationen des Genialen übersetzt. In transdisziplinärer Perspektive fragen wir im Seminar einerseits, mithilfe welcher symbolischer und geschlechterspezifischer Codierungen aus einem "großen Mann der Geschichte" ein "Genie" gemacht wurde und andererseits, welche Figuren das "Andere"/Negativ des "Genies" gebildet haben. Entlang ausgewählter geistes-, kulturund sozialwissenschaftlicher Texte und Theorien zur Geniekultur zwischen 1890 und 1920 wird das komplexe Gewebe aus Historiographie, Wissens- und Wissenschaftsgeschichte(n), sozialem Körper und Geniefigurationen diskursanalytisch und mit transdisziplinärem Zugang untersucht. Die wissenschaftlichen Zuschreibungen an das Geniale werden zudem mit konkreten Visualisierungen von Genies in Spielfilmen von den frühen "Mad Scientist"-Filmen bis zu Perfume: The Story of a Murderer von 2006 konfrontiert.


Kulturwissenschaft (Nr. 53298)


BA Modul: UE: Theorien, Methoden, Kanon
Geschlechterstudien/
Gender Studies (Nr. 53298)
BA Modul 1 Geschlechterstudien/Transdisziplinarität: Einführung in die transdisziplinären Geschlechterstudien (SP: 3 LV; 2 MAP)
Geschlechterstudien/
Gender Studies (Nr. 53298)
Magister, Grundstudium: Wahlpflichtveranstaltungen Wissenschaftsschwerpunkt 2 (WSP 2)
Zeit: WiSe 2010/11
Mo 12–14 wöch (*) (* findet vom 18.10.2010 bis 19.02.2011 statt)
Raum: SO 22a (Sophienstr. 22a), R 0.03


Wissen und Fiktion. Wissenschaftsrepräsentationen in Science-Fiction-Filmen der 1970er Jahre

Das Seminar fokussiert Interrelationen zwischen Wissens-, Wissenschafts-, Diskurs- und Visualisierungsformen, theoretischen Blick- und Sehmodellen, Populärkultur und Geschlechtergeschichte anhand von konkreten Wissenschaftstexten und Filmszenen aus Science-Fiction-Filmen von Fantastic Voyage (1966) bis The Boys from Brazil (1978). Dabei geht es um die theoretische Diskussion von Normierungs- und (De)Normalisierungsprozessen humanmedizinischer Wissenspraktiken, wie beispielsweise den Visualisierungstechniken Endoskopie und Fötenphotographie (J. van Dijck; L. Nilson), den Bio- und Reproduktionstechnologien Klonen und Rassenhygiene, Invitrotechnologie, Embryotransfer und Leihmutterschaft sowie Immunologie (D. Haraway). Im Seminar wird einerseits analysiert, wie dieses religiöse, kulturell-symbolisch und genderspezifisch aufgeladene Wissen filmisch erzählt und hergestellt, popularisiert und kommentiert wird. Andererseits interessiert, an welche historischen Wissensnarratologien und -mythen die fiktionalisierten Wissensrepräsentationen und -visionen dieser Zeit anschließen. Dabei werden synergetische Effekte zwischen wissenschaftlichem Diskurs, visueller Kultur und sozialem Körper bzw. der Transfer von wissenschaftlichen Inhalten oder Denkfolien ins Filmische und vice versa untersucht. Dem Science/Fiction-Zusammenhang entsprungene Figuren wie Androiden, Roboter, Traum-Haus-Frauen, sprechende Hologramme und Mensch-Maschine-Babys machen die Fragilität der Grenzziehungen zwischen den Feldern Historie und Zukunft, Fakt und Fiktion, Phantasie und Wirklichkeit, Machbarkeit und moralische Grenzen, Utopie und Dystopie, Katastrophe und Erlösung sichtbar (F. Jameson, V. Sobchack, S. Sontag, G. Uerz); sie stellen diese Kategorien zur Disposition, dehnen, verschieben oder brechen sie.


Kulturwissenschaft (Nr. 53292)


MA Modul: Episteme – Strukturen
Geschlechterstudien/
Gender Studies (Nr. 53292)
MA Modul 2 Wissen M2-3 Geschlecht + Theorie (SP: 3 LV; 4 MAP)
Geschlechterstudien/
Gender Studies (Nr. 53292)
Magister Hauptstudium Wahlpflichtveranstaltungen Wissenschaftsschwerpunkt 2 (WSP 2)
Zeit: WiSe 2010/11
Fr 10–14 14tgl
Raum: DOR 24 (Dorotheenstr. 24), R 2.102